LEBUHN & PUCHTA auf dem Forum Maritimes Wirtschaftsrecht

Die Universität Hamburg und das Institut für Seerecht und Seehandelsrecht haben am 30. Mai 2018 eine gut besuchte Veranstaltung „5 Jahre Seehandelsrechtsreform“ durchgeführt. Es wurden eine ganze Reihe qualifizierter Vorträge geboten, darunter auch von Dr. Sabine Rittmeister, Head of Maritime bei LEBUHN & PUCHTA, und Dr. Klaus Ramming. In seinem Schlusswort zu der Veranstaltung führte Dr. Klaus Ramming unter anderem aus:

Wir haben heute eine Reihe von beeindruckenden Vorträgen zu vielen Aspekten des neuen Seehandelsrechts gehört. Darunter waren auch einige Kritik sowie verschiedene Anregungen für Verbesserungen. Zur Sprache gekommen ist auch die geringer werdende praktische Bedeutung des deutschen Seehandelsrechts, was mit dem Rückgang einer deutschen Handelsschifffahrt generell einhergeht. Ein weiterer Punkt, der von den Vortragenden aufgenommen, war die fehlende Internationalität des Deutschen Seehandelsrechts. Prof. Paschke hat dies an dem Beispiel der deutschen Regelungen über die Multimodal-Beförderung mit Seeteilstrecke eindringlich dargelegt.

Ich möchte allerdings nicht schließen, ohne noch einmal auf die positiven Aspekte des neuen deutschen Seehandelsrechts aufmerksam zu machen. Die bis zum Jahre 2013 geltenden Vorschriften gingen teilweise unmittelbar zurück auf Regelungen des ADHGB aus dem Jahre 1861. Das Fünfte Buch HGB bedurfte dringend einer Überarbeitung. Dies war letztlich auch sehr erfolgreich. Das neue Fünfte Buch kommt modern, systematisch nachvollziehbar gegliedert und zeitgemäß formuliert daher. Vergleich mit diesem „Gesamtwerk“ ist die Kritik – an der ich mich ja auch sehr rege beteilige – eher nebensächlich. Das Hauptziel der Seehandelsrechtsreform ist eindeutig und souverän erreicht worden.