Mannheimer Erklärung vom 17. Oktober 2018 zur Mannheimer Akte verabschiedet

Die für die Binnenschifffahrt zuständigen Minister der Bundesrepublik Deutschland, des Königreichs Belgien, der Französischen Republik, der Niederlande und der Schweizerischen Eidgenossenschaft sind aus Anlass des 150. Jahrestags der Unterzeichnung der Revidierten Rheinschifffahrtsakte („Mannheimer Akte“) am 17. Oktober 2018 in Mannheim im Rahmen eines Kongresses der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) zusammengekommen und haben im Rittersaal des Mannheimer Schlosses die Mannheimer Erklärung verabschiedet.

Insbesondere heißt es in der Erklärung, dass die Minister

  • sich zur Mannheimer Akte und den dort festgelegten Prinzipien bekennen;
  • deren zentrale Rolle für die fruchtbare Zusammenarbeit der Rheinanliegerstaaten und Belgiens im Rahmen der ZKR in Fragen der Rhein- und Binnenschifffahrt bekräftigen;
  • ihre Bereitschaft, die ZKR mit angemessenen finanziellen Mitteln auszustatten, bestätigen;
  • die konstruktive Zusammenarbeit der ZKR mit der EU, den anderen Stromkommissionen und der UNECE unterstützen;
  • die zentrale Rolle des Europäischen Ausschusses zur Ausarbeitung von Standards im Bereich der Binnenschifffahrt (CESNI) unterstreichen;
  • die ZKR beauftragen, zur weiteren Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit der Binnenschifffahrt eine Roadmap zu entwickeln, um die Emissionen von Treibhausgasen und Schadstoffen bis 2035 um 35% im Vergleich zu 2015 zu reduzieren und sie bis 2050 weitgehend zu beseitigen;
  • die ZKR auffordern, die Digitalisierung und Automatisierung in der Binnenschifffahrt voranzutreiben; und
  • die ZKR beauftragen, zeitgemäße und flexible Besatzungsvorschriften zu entwickeln und weitere Beiträge zur Steigerung der Attraktivität der Binnenschifffahrtsberufe zu leisten.