Scandinavian Desk

LEBUHN & PUCHTA ist seit Jahrzehnten im Rechtsverkehr zwischen Deutschland und den skandinavischen Ländern tätig.

Skandinavische Mandanten vertreten wir umfassend bei ihren rechtlichen Angelegenheiten in Deutschland. Hierzu zählen zahlreiche Unternehmen aus der Schifffahrtsbranche, wie Schiffseigner, Werften, Klassifikationsgesellschaften, P&I Clubs, sonstige Versicherungen und Versicherungsmakler sowie verschiedene Unternehmen der Offshore-Industrie. Daneben beraten wir auch Unternehmen anderer Branchen, wie etwa aus dem Transportsektor, der Ingenieur- und Beratungsbranche sowie der Konsumgüter- und der Möbelindustrie. Unsere Beratungsleistungen umfassen neben der Verhandlung von Handels-, Projekt- und sonstigen Verträgen zum Beispiel auch die Gründung und laufende rechtliche Begleitung deutscher Niederlassungen für unsere skandinavischen Mandanten, ihre Vertretung in streitigen Verfahren vor deutschen Gerichten und Schiedsgerichten und die Durchsetzung ihrer Gläubigerrechte in deutschen Insolvenzverfahren.

Deutsche Mandanten unterstützen wir bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Aktivitäten in Skandinavien. Sofern erforderlich, schalten wir lokale Kanzleien ein, die wir aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen aus langjähriger Zusammenarbeit empfehlen können, und koordinieren deren Tätigkeiten für unsere Mandanten.

Die Mitglieder unseres Scandinavian Desk verfügen über besondere Erfahrungen in diesem Bereich, die von langjähriger Mandatsarbeit über Sprachkenntnisse bis zu einem mehrmonatigen Secondment bei einem Mandanten und einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt reichen.

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  • Neuer Nordic Marine Insurance Plan 2019

Das Komitee für die Überarbeitung der Nordischen Seeversicherungsbedingungen, des Nordic Marine Insurance Plan von 2013, hat die Version 2019 der Regelungen vorgestellt. Sie tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. Neu geregelt wurde die Abgrenzung zwischen den Kriegs- und den sonstigen Seegefahren. Außerdem wurde eine Schiedsvereinbarung in die Bedingungen aufgenommen. Eine weitere Änderung besteht darin, dass im Hinblick auf die Loss-of-Hire-Versicherung eine Reinstatement-Clause aufgenommen wurde. Die Loss-of-Hire-Versicherung erstreckt sich über einen bestimmten Off-Hire-Zeitraum für die Versicherungsperiode. Ist der Versicherungsfall eingetreten, kann anschließend gegen Zahlung einer festgelegten Prämie für die verbleibende Laufzeit der volle Off-Hire-Zeitraum wieder hergestellt werden. Der neue Nordic Marine Insurance Plan 2019 nimmt auch auf die neuen York-Antwerp Rules 2016   und nicht mehr auf die Version von 1994 Bezug. Hinzu kommt eine ganze Reihe weiterer Änderungen im Detail. So wird nunmehr durchgehend die Umschreibung „vessel“ anstelle von „ship“ verwendet. Der Wortlaut des neuen Nordic Marine Insurance Plan 2019 sowie ein ausführlicher Kommentar ist in englischer Sprache unter http://nordicplan.org/ verfügbar.

Ausgewählte Mandate

  • Vertretung einer norwegischen Versicherung im Zusammenhang mit der Kollision eines Chemikalientankers und weiterer Schiffe im Hamburger Hafen
  • Beratung eines börsennotierten norwegischen Konsumgüterproduzenten beim Markteintritt in Deutschland, inkl. Gründung einer GmbH, Entwurf des Geschäftsführer-Dienstvertrages und eines Muster-Arbeitsvertrages und Funktion als “First Point of Contact” für alle rechtlichen Fragen der Geschäftsführung
  • Vertretung eines schwedischen P&I Clubs in einem deutschen GMAA-Schiedsverfahren im Zusammenhang mit einem Charter Party Dispute wegen einer beim Verladen vor Alaska aufgetretenen Ölverschmutzung
  • Beratung eines dänischen Möbelhändlers im Insolvenzverfahren des deutschen Versandhändlers Neckermann, inkl. der Sicherung noch im Seetransport von Asien befindlicher unbezahlter Ware und der Verhandlungen mit dem Warenkreditversicherer
  • Beratung einer norwegischen Werft im Vergabeverfahren für den Bau einer Offshore-Wind-Plattform, sowie Verhandlung eines Subunternehmervertrages mit einem schwedischen Technologieunternehmen
  • Beratung einer norwegischen Kanzlei zu Fragen des internationalen Zivilprozessrechts im Zusammenhang mit der Kollision und dem Untergang eines Schiffes in der Straße von Singapur, mit Gerichtsverfahren in Norwegen, Deutschland, den Niederlanden und Panama, und Prozessvertretung des Mandanten vor dem deutschen Gericht
  • Beratung der schwedischen Betreibergesellschaft des „Baltic Cable“ im Zusammenhang mit einer Beschädigung der HGÜ-Starkstromleitung zwischen Deutschland und Schweden
  • Umfassende Beratung von deutschen Tochtergesellschaften eines führenden dänischen Ingenieur- und Beratungsunternehmens
  • Beratung einer norwegischen Werft bei der Teilnahme an der Ausschreibung von langjährigen Wartungsverträgen für mehrere Offshore-Wind-Plattformen
  • Vertretung des norwegischen Schiffsversicherers wegen der Beschädigung einer ausländischen Staatsyacht am Ausrüstungspier einer deutschen Werft durch den Schwell vorbeifahrender Schiffe
  • Beratung mehrerer deutscher Schiffseignergesellschaften zu Finanzierungsvereinbarungen mit norwegischen Investoren
  • Zusammenarbeit mit norwegischen Spezialisten für umweltfreundliches Schiffsrecycling bei der Beratung eines US-amerikanischen Mandanten