Seehandel

Die Bearbeitung klassischer Seehandelsrechtsfälle, wie Ladungsschäden, Havarie Grosse und Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Charterverträgen, gehört seit der Gründung zu einem Kerntätigkeitsbereich der Kanzlei. Dies gilt ebenso für die Beratung bei der Erstellung von Konnossementsbedingungen und bei der Gestaltung und dem Abschluss von Charterverträgen und großen und komplexen Frachtverträgen.

Ausgewählte Mandate

  • Abwehr von Schadensersatzansprüchen verschiedener Transportversicherer gegen deutschen Spediteur wegen Ladungsverlust im Zusammenhang mit dem Untergang des Containerschiffes „MOL COMFORT“.
  • LEBUHN & PUCHTA hat eine deutsche Reederei bei der Geltendmachung einer hochvolumigen Forderung wegen Ausfalls von Charter Hire unter einem langfristigen Zeitchartervertrag in verschiedenen parallel geführten Streitverfahren in England, Südafrika, Australien, China, Singapur und Malaysia vertreten. In diesem Zusammenhang sind mehrfach unter unserer Beratung Pfandrechte an Frachtansprüchen des Charterers ausgeübt und Schiffsarreste ausgebracht worden. Dabei waren u.a. komplexe Fragen zum einen nach englischem Recht im Zusammenhang mit einem „repudiatory breach of the charter“ und zum anderen mit den konzernrechtlichen Verknüpfungen vor dem Hintergrund der Voraussetzungen für ein „sistership arrest“ in Südafrika zu bewältigen.
  • Durchsetzung einer erheblichen Forderung in einem Londoner Schiedsgerichtsverfahren wegen Ausfall von Charter Hire nach vertragswidriger Nichtabnahme des Schiffes von der Bauwerft durch den Charterer. Die Schwierigkeiten des Falles bestanden in den sehr komplexen Ablieferbestimmungen in der Kette der Charterverträge und in der Frage, ob diese Bestimmungen mit denen im Bauvertrag abgestimmt waren. Darüber hinaus war streitig, ob sich das Schiff im Zeitpunkt der Ablieferung in einem abnahmefähigen Zustand befand.
  • Beratung und Vertretung einer Mandantin gegen den Zeitcharterer gegen Ansprüche wegen überhöhten Bunkerverbrauchs einer Reihe von Schiffen. In diesem Zusammenhang stellten sich komplexe Fragen bezüglich der Bunkerabrechnungspraxis und ob dem Charterer wegen der angeblichen Forderungen ein Aufrechnungsrecht zustand.
  • Beratung eines Sub-Charterers eines Versorgungsschiffes nach Einstellung des Schiffsbetriebes unter der Head-Charter wegen Insolvenz des Ausrüsters.
  • Geltendmachung und Substantiierung hochvolumiger Ansprüche wegen Charter Hire-Ausfall in ausländischen Reorganisationsverfahren für insolvente Charterer.
  • Erstellung von Konnossementsbedingungen für einen Tankcontainer Operator.
  • Beratung einer Mandantin bei der Erstellung eigener Standard Time Charter-Bedingungen für Zubringerschiffe der Offshore-Wind-Industrie.
  • Beratung einer Mandantin im Zusammenhang mit ihrer Teilnahme an einer Ausschreibung für Versorgungsschiffe für den Bau und die Versorgung von Windparks.
  • Beratung bei Abschluss von Dienstleistungsverträgen im Zusammenhang mit Umweltvorschriften für Offshore Windanlagen.
  • Abwehr von Ansprüchen einer Stauerei gegen Schiffseigner wegen Verletzung eines Mitarbeiters an Bord.
  • Beratung und Vertretung des Schiffseigners und der Besatzung im Zusammenhang mit Vorwürfen der Wasserverschmutzung in deutschen Küstengewässern.
  • Beratung und Vertretung von Stauereien bei der Ausübung des Pfandrechts und die Zwangsversteigerung von Containern.
  • Beratung betreffend Kostentragungsbestimmungen in Bereederungsverträgen vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Ansprüchen gegen den Vertragsreeder auf Ersatz von Versicherungssteuer für eine Serie von Tankschiffen.
  • Vertretung eines Schiffseigners gegen Arrest in Südost-Asien wegen unbezahlter Kaufpreisforderung für Bunker mit gerichtlichen Verfahren sowohl im Arreststaat als auch im Heimatstaat des Bunkerlieferanten.
  • Vertretung einer Reederei gegen Ansprüche wegen einer Kollision des Schiffes mit einer Pier nach einem “Blackout“ an Bord. Die aus Anlass des Unfalls getroffenen Maßnahmen (Festsetzung des Schiffes, Ermittlungen gegen die Besatzung) wurden aufgehoben.
  • Wahrnehmung der Interessen von Mandanten nach dem Auslaufen von Gefahrgutcontainern, welches zu einem unplanmäßigen Löschen der Ladung und der Zurückweisung der Güter durch den Empfänger führte. Der Fall warf komplexe Fragen zu Eigentumsrechten an der Ladung unter dem Kaufvertrag, der Aktivlegitimierung unter dem Konnossement und der versicherungsrechtlichen Deckung unter der Ladungspolice auf.
  • Beratung von Mandanten in einem Streitfall unter einem Zeitchartervertrag betreffend den Zustand des Schiffes bei Rückgabe nach Vertragsbeendigung und die Auslegung der Vertragsbestimmung zu Beschädigungen.